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Resozialisierung im DFB Pokal

Die Ausgangsbasis war nicht schwer zu vermitteln. Freizeitfußball vs Spitzenteam der 2. Bundesliga. Weiterhin standen 438 Km Anfahrtsweg, 5 Stunden Busfahrt und der Blick auf einen schlechten Rasen im Programmheft. Die obligatorische Bockwurst auf der Hinfahrt ist hier zwingend zu erwähnen. Hier stimmte die Qualität! Somit eine klare Sache und kein Grund die Siegesfeierlichkeiten abzusagen.

Nach Ankunft in Unterhachingen zeigte sich, dass es doch wenige Zuschauer auf den örtlichen Sportplatz schafften. An dieser Stelle hatte ich noch große Hoffnung, den ein oder anderen Raucher zu treffen. Im Notfall könnte dieser mir ja sein Feuerzeug leihen…

Nach dem RR seine Aufstellung und die nun sichtbare 4er Kette aufzeigte, verfärbte sich meine Gesichtsfarbe deutlich in Dunkelrot. Zusätzlich erhöhte sich die Herzfrequenz mit Blick auf den dahinter zu positionierten Torhüter. Ich dachte sogleich an einen Resozialisierungsprozess der Zweiten Garde. Toll Ralf!

Nach Anpfiff der Sportveranstaltung sortierten sich Freizeit- und sozialisierungswilliger Zweitligaspieler erstmal um unsere 4er Kette. Sofort war klar, dass wir hier nicht von einer „Kette“ sprechen,  sondern vielmehr von einer Durchgangsstraße für Freizeitfußballer.

Fußball ist ein Fehlerspiel, war klar, ist klar. Wer Fehler macht bekommt die Jacke voll. Jetzt könnte man meinen, dass RR beim Spiel in Osnabrück Urlaub hatte. Woher kam das Vertrauen auf diese Variante zu setzen?

Nach dem zweiten Gegentreffer hatte ich nur noch eine Hoffnung. Der grüne Tisch muß es richten! Verschwitzt, Augen wie ein Tränentier, Herzklopfen und Verfärbungen der Birne wurden heftiger. Die Abwehr konnte es heute nicht verhindern, das war jetzt klar. Selbst die Fangesänge schmerzten im Ohr. „Sachsens Nr.: 1“….Freunde! Die habe ich nun wirklich nicht gesehen.

Nun lag die gesamte Rot/Weiße Fußballliebe auf dem Rücken unserer Angriffsabteilung. Aber auch hier waren die Programmierungsarbeiten wohl nicht rechtzeitig vor Anpfiff abgeschlossen. Dänemark braucht sich keine Hoffnungen auf die Teilnahme an der EM in Frankreich machen. Mit der Leistung von Yussuf Poulsen in Unterhachingen,  ist maximal die Aufführung von einem Theaterstück möglich. Fallsucht, Meckern, selbst Zusammenstöße mit dem Torwart der Hachinger waren an der Tagesordnung. Dabei spielt es für Yussuf anscheinend keine Rolle ob ein Ball in der Nähe ist. Den Jungen hätte ich von München nach Leipzig laufen lassen um mit Frischluft und Pfadfindermentalität die Grundeinstellung zu überarbeiten.

Die Einwechslung von Marcel Halstenberg war die logische Konsequenz. Das Dritte Tor konnte auch er nicht verhindern,  aber meinen Augen ging es nun besser. Fazit…..Das war alles andere als Werbung für unseren Verein. So darf ich selbst gegen Freizeitfußballer nicht auftreten.

Eines ist uns nun gewiss. Eine Doppelbelastung aus DFB Pokal und Ligabetrieb ist auch in 2015/2016 Geschichte. Die Konzentration liegt nun voll auf die Liga. Blöd ist dabei, dass auch Sandhausen diese Einstellung teilen kann. In diesen Tagen machen mir Dörfer doch große Angst..

und immer schön sportlich bleiben Freunde!

Michel Ziebell

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Erstellt von: Ajdamnin
Zündhilfen und die schönste Nebensache der Welt
Allein die Androhung, eine Augenklinik für blinde Schiedsrichter in Leipzig zu errichten, führte zur Leistungsexplosion der kompletten Zunft. Mit völliger Verausgabung und letzter Kraft, versucht der gemeine Schiri sich durch die 2. Bundesliga zu pfeifen. Bis auf wenige Ausnahmen, gelingt das nun deutlich besser als noch vor dem 10. Spieltag. Wer schwächelt wird ausgewechselt! Selbst davon konnten wir uns in Bochum überzeugen. Die letzten Blinden der Gattung bekommen in Liga 1 Sonderaufgaben und dürfen Hannover über Köln siegen lassen. Herzlich Willkommen im Land der „besten" Schiedsrichter der Welt!
 
Was kann außer der Schiedsrichterleistung noch berichtet werden?!... Unser schwedischer Bomber und Allzweckwaffe Emil Forsberg hatte gegen Düsseldorf seinen Ehrentag und belohnte sich gleich selbst. Er traf in der 46. Minute rechtzeitig vor dem Pausentee.  An dieser Stelle auch von mir die besten Wünsche zum Geburtstag Emil!
 
Nach den Unentschieden gegen Freiburg und 1860 München,  kommen die Siege gegen Nürnberg, Bochum und zuletzt gegen Düsseldorf gerade zur rechten Zeit. Gute Leistungen, permanenter Druck auf den Ball und Gegner,  sind uns in Leipzig nicht völlig unbekannt. Aber jetzt kommen Tore dazu,  die am Ende zu 3 Punkten führen. Nun muss man(n) kein Pythagoras- Ass sein, um den Tatsachen ins rechnerische Auge zu schauen. Logische Konsequenz aus einer positiven Serie sind Tabellenplätze an der Sonne. Wir wollten dort hin, wir gehören dort hin und wir sind nun angekommen. Für alle Sportkameraden,  die Hoffnung auf ein Einbrechen der roten Bullen haben….wacht auf Jungs!
 
Vor der Saison haben viele Freiburg und Leipzig vorne gesehen. Dahinter ein dichtes Pulk aus 6 bis 7 Mannschaften. Auch ich gehörte zu diesen und bin daher mit der Entwicklung der Dinge nicht wirklich überfordert. Noch ist die 2. Bundesliga kein Schlaflabor, es ist Leben drin. Daher sind wir Fans mehr als zufrieden, dass unsere Bullen in einer starken Liga nun auf Kurs sind. An dieser Stelle möchte ich auf meckern und ermahnen verzichten. Natürlich bekommen wir das obligatorische Gegentor aus dem standardisiertem Nichts. Auch sind es mal Zwei die uns hier treffen. Aber vorne machen wir halt das berühmte eine Ding mehr. So funktioniert Fussball, so wächst eine Mannschaft. 
 
Mit Zufriedenheit blicken wir auf die letzten Spieltage zurück. Aus Fansicht macht es keinen Sinn, einzelne Fehler und Spieler zu beleuchten. Das macht das Team um RR offensichtlich sehr gut und sichtbar erfolgreich. Jetzt kommen die Kellerkinder die uns beschäftigen. Schon als Kind habe ich nicht gerne im Keller gespielt. Dunkelheit, schlechte Luft und die ein oder andere Überraschung können hier drohen. Diese Erfahrungen werden unsere roten Bullen in den nächsten Wochen wohl machen. 
 
Und wenn es erstmal läuft,  dann ist auch Zeit für die schönste Nebensache der Welt. Dem DFB Pokal! Mit einem Ausflug in die vierte Liga nach Unterhaching, sind wir auf dem Papier doch glatt der Favorit. Der ein oder andere Raucher ist schon jetzt mehr als nervös. Feuerzeuge sind in der Regel ganz brauchbare Zündhilfen für die obligatorische Beruhigungszigarette. Aber in der jüngsten Vergangenheit haben die Dinger auch einen Hang zum Fliegen für sich entdeckt. Es stellt sich mir die Frage, was ist schlechter zu bewerten. Fliegende Feuerzeuge oder korrupte Fußballfunktionäre? Sicher sind das Themen dieser Tage, aber für einen großen Pokalabend braucht es keine Feuerzeuge oder Schwarzgeldkonten. Freuen wir uns auf einen weiteren Abstecher auf dem Weg nach Berlin. Wir sehen uns in Unterhaching...
 
und immer schön sportlich bleiben Freunde!
 
Michel Ziebell

Samstag, 24. Oktober 2015

Erstellt von: Ajdamnin
Sehkraft durch Brause
Namhafte Bildhauer und Steinmetze sind unterwegs nach Heidenheim. Der amtierende Bürgermeister der kleinen Gemeinde in der Schwäbischen Alb, Rainer Domberg,  möchte seinem Trainer Frank Schmidt und dem grandiosen Elfer- Schützen Daniel Frahn ein Denkmal setzen lassen. Direkt vor dem Rathaus,  entsprechend Monumental soll es sein. Daniel Frahn freut sich wie ein Kind, außer dem Elfer gegen uns,  stehen zur Zeit keine weiteren Treffer auf der Habenseite. Letzteren hätte er sich auch verkneifen können. Liebe kann man nicht kaufen, große Leistungen sehen anderes aus Daniel! 
 
Nach den gewonnenen Weltmeisterschaften 1954, 1974, 1990 und 2014 war es der wohl größte Glückskeks den Heidenheim naschen konnte. Keine Chance und doch einen Punkt behalten. So ist das im Fußball wenn Du kein Glück hast und im Verlauf Pech dazu kommt... Auch diesen großen Satz kennen wir alle wenn es um Fußball geht. Immer wieder grandios. 
 
Nach dem nun der 18.09.2015 in Heidenheim als offizieller Feiertag ausgerufen wurde,  gehen wir in Leipzig mit den Dingen realistischer um. 
Nach neusten Berichten der Konzernführung, sollen in den nächsten Tagen und Wochen deutlich mehr Brausedosen produziert werden. Extra Nachtschichten sind angesetzt. Mit den Erlösen sollen u.a. eine Augenklinik für erblindete Linien- und Schiedsrichter errichtet werden. Augsburg möchte den Service nutzen und hat die erste Krankenakte nach Leipzig geschickt. Soll hier einer sagen, dass Brause nicht gut tut!
 
In diesen Tagen kann sich ein jeder durch die Stadien der Dritten und Zweiten Liga zappen. Ganz ohne die ungeliebten Brausejungs geht es nicht mehr. Spieler wie Heidinger und Frahn die in Heidenheim für Erfolg sorgen, ein Hoheneder der in Paderborn sein Geld verdient. Carsten Kammlott der für Erfurt u.a. das Tor des Monats geschossen hat. Alle Spieler die Brause im Blut haben. Ungeliebt und verhasst,  nun für Erfolg und Spaß in anderen Stadien sorgen. Denkt mal darüber nach wenn Ihr in den nächsten Spielen Schweigeminuten gegen uns ansetzt….
 
Zum Spiel gegen Heidenheim gibt es nicht viel neues zu berichten. Angeknüpft an den letzten Spielen ist eine Konstante zu erkennen. Es geht weiter in die richtige Richtung. Bis auf fehlende Tore kann nicht viel bemängelt werden und diesen Standard haben sich die Jungs um RR erarbeitet. Wie immer ist nach dem Spiel vor dem Spiel, daher auf zum STREICHkonzert und damit zum Spieltag 8. 
 
Eine volle Hütte gegen Freiburg das ist zu erwarten. Spielerisch sollte uns die Begegnung nicht unnötige Sorgen machen, die sollten uns liegen. Die Vertragsverlängerung von Paulsen nehmen wir positiv zu Kenntnis. Das einer von unseren Jungs den Flieger vor lauter Feierlichkeiten verpasst ist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten, größere Feierlichkeiten stehen nicht an. „Fliegen“ steht uns praktisch zu, unsere Brause verleiht uns diese Kräfte. Somit sollten die Vorbereitungen auf das Spiel am Donnerstag ohne größere Probleme verlaufen. Die Fangemeinschaft SC Freiburg organisiert für seine Mitglieder die Anreisen per Bahn nach Leipzig. Unser Logo ist auf der offiziellen Homepage vom SC Freiburg zu sehen und damit haben wir auch an dieser Stelle nur gute Nachrichten zu vermelden. Mit großer Wahrscheinlichkeit treffen hier zwei Aufsteiger dieser Saison aufeinander, alles andere wäre eine Überraschung. Freuen wir uns somit auf das Spitzenspiel der 2. Bundesliga am Donnerstag den 24.09.2015 um 20:30 Uhr in unserer geliebten Red Bull Arena. Eines noch….die 3. Punkte kannste STREICHen Christian…
 
und immer schön sportlich bleiben Freunde!
 
Michel Ziebell

Sonntag, 20. September 2015

Erstellt von: Ajdamnin
Zeit für Beziehungen
Über 25.000 Leipziger Fans haben am 6. Spieltag Paderborn in unserer Red Bull Arena begrüßt. Das komplette Dorf war da! Es ist toll, wenn man jeden einzelnen die Hand schütteln kann, einfach klasse. Solide und mit viel Spass haben wir die 25 Gäste aus Paderborn nach dem Spiel verabschiedet. Leider hatten die Freunde keine Zeit für uns, der freie Fall ist Tatsache und keiner von den Brüdern hat nur ansatzweise eine Idee, wie die Bremse funktioniert. Aber das sind alles Geschichten von gestern, das nächste Dorf wartet schon... 
 
Immer mit Beginn der kälteren Jahreszeit, halten wir Menschen es wie die Hühner. Nestwärme an der Tabellenspitze ist noch immer besser als kalte Füße im Niemandsland der Liga. In keiner Phase werden Weichen klarer und deutlicher gestellt als in diesen Wochen. Ausreden wie „wir brauchen noch etwas Zeit“, kann maximal für den täglichen Toilettengang noch Gültigkeit behalten. An dieser Stelle sind wir froh, dass wir diese Sorgen nach Stuttgart abgeben konnten. Die Karten sind gemischt, die Würfel gefallen und die Richtung bekannt. Zeitlich haben wir unsere Beziehung zur Tabellenspitze rechtzeitig hergestellt. Mit Düsseldorf, Karlsruhe, Braunschweig und Kaiserslautern haben sich 4 der Vorjahresbesten schon vom Aufstiegsrennen verabschiedet und damit Ihre Beziehung zum Unbedeutenden Teil der Tabelle dokumentiert. Daran ändert auch der ein oder andere Sieg am Spieltag 6 nichts. Sicherlich ist rechnerisch noch alles drin, keine Frage. Aber wer glaubt schon an Wiederauferstehungen bzw. Leistungsexplositionen?!  
 
Die Tabelle zeigt langsam das was zu erwarten war. Mit Christian Streich hat Freiburg einen der emotionalsten Trainer im Ligabetrieb. Und nicht nur diese Umstände lassen erwarten, dass es in Richtung Bundesliga geht. Wenn Streich seine Spieler sauer ansieht, dann melden diese sich freiwillig für 10 Jahre Auslandseinsatz bei der Bundeswehr. Bochum gehört, wie Sandhausen, zu den Überraschungen dieser Tage. Was die Architekten aus dem Pott um Gertjan Verbeek in dieser Saison gebacken bekommen, ist noch nicht ausreichend geklärt. Als Holländer hat man es zur Zeit schwer. Eine europäische Endrunde in Frankreich ohne Wohnanhänger ist nicht Unwahrscheinlich. Unter diesen Umständen kann Verbeek sich mit einem Aufstieg den nächsten Sommer versüßen. Praktisch gesehen kann er Wohnwagen und TV Gerät schon jetzt verkaufen. Beide neuzeitlichen Produkte sind unbenutzt einfach nur Käse. Natürlich wollen wir als Aufsteiger nach Frankreich fahren. Mit Platz 3 können wir zur Zeit gut Leben, wir haben eine Beziehung nach oben.  
 
Wir müssen gegen Heidenheim nachlegen und nur das ist die Aufgabe. Alles andere als ein erfolgreicher Ausflug zum nord-östlichen Ende der Schwäbischen Alb wäre eine Rückfall ins Mittelfeld der Liga. Mit einem Sieg und klarer Ausrichtung nach oben verweigern wir Heidenheim gleichzeitig den Anschluss. 
Gegen Paderborn haben wir sehr viel Gutes gesehen. Ein Demme der ausnahmslos jeden Grashalm auf dem Feld ins Genick getreten hat. Hoffnung macht auch Paulsen, er konzentriert sich offensichtlich nun voll und ganz auf Fußball. Das ständige meckern über Gegner und Schiri überlässt er uns Fans und das ist auch gut so. Unsere schwedische Waffe Forsberg ist endgültig in Leipzig und der Liga angekommen. Der Junge macht Freude und dem Gegner die Hosen nass. Die ersten Torhüter haben bei der DFL Stahlhelme beantragt. Mit Halstenberg, Orban und Sabitzer zeigen die Neuen, dass sie auf den Platz gehören. Noch nie in der sicher noch jungen Geschichte von RB Leipzig,  haben neue Spieler in dieser Breite eine ähnliche Qualität einbringen können. Mit Blick auf unsere Ersatzbank könnte der ein oder andere Manager auf die Idee kommen,  sich mit diesen in der Bundesliga zum Spielbetrieb anzumelden. Dazu kommt, dass Spieler die Mist bauen sich öffentlich dazu bekennen. Alles zusammen sind beste Voraussetzungen für das große Ziel das (noch) keiner hören mag. MISSION AUFSTIEG! Wer sich Heidenheim mal ansehen möchte ohne ganz den Bezug zur Heimat zu verlieren, der sollte das am 18.09.2015 tun. Wir werden vor Ort sein. Aber das war es dann auch. So schnell werden wir nicht mehr in Heidenheim vorbei schauen. 
 
und immer schön sportlich bleiben Freunde!
 
Michel Ziebell

Sonntag, 13. September 2015

Erstellt von: Ajdamnin
Hauptsache deutscher Meister….
So ein Wochenende ohne Ligabetrieb ist wie ein neuer Dacia Duster in der Öko- Version. Fährt zwar aber macht keinen Spass……Hier werden Minuten zu Jahren und Tage zur gefühlten Ewigkeit. Bevor mich die Freunde von Rumänischen Kleinwagen als Statussymbol benutzen und Ihre Kühlerhauben mit meinem Skalp verzieren wollen, wechseln wir das Thema und kommen zurück zur Kopfsache Fußball. Noch 5 mal Schlafen Freunde und dann haben wir wieder ein Ziel!
 
In den letzten Tagen habe ich es mit Geographie versucht. Feine Sache wenn man weiß wo die großen Fußballer Ihre Wurzeln schlagen. Blöd ist nur, dass ich auf der offiziellen Deutschlandkarte alles mögliche gefunden habe nur nicht Paderborn. Zu spät bemerkte ich die Fliege. Letztere hatte das Städtchen gleich mit Umland abgedeckt. Lothar Matthäus würde sagen: „München; Dortmund; Hamburg oder Paderborn. Hauptsache ein deutscher Meister….“ Nun wissen alle, dass Lothar seine Kernkompetenzen eher im Bereich langer, weiblicher Beine sieht, aber die langen Beine kennen die Sportfreunde aus Paderborn auch sehr gut. 
 
Wer im freien Fall aus Liga 1. ohne Bremsfaktor durch die Zweite Liga rauscht,  hat es nicht einfach. Nicht ganz unbeteiligt am Elend der Westfallen sind die Kollegen aus Sandhausen. Wer vor heimischer Kulisse 6 Eier ins Nest bekommt der hat verdammt lange Beine und wohl zusätzlich einen dicken Hals. Ich gebe an dieser Stelle zu, 4 von den Dingern haben auch schon Leipzig ein komplettes Wochenende ordentlich versaut. 
 
Bisher konnten wir alle Gegner einschätzen, wir wussten was uns erwartet. Gegen Paderborn sehen wir erstmals in einen verdammt dunklen Raum. 
Die Westfallen müssen punkten, alles andere beschleunigt den freien Fall und Personalentscheidungen. Daher werden sich die Brüder auf Ihren Ausflug am Freitag in die große Stadt prächtig vorbereiten. Der ein oder andere Westfalle wird ein Messer zwischen den Zähnen tragen. In der Vergangenheit haben wir genau gegen diese Gegner nicht wirklich Clever ausgesehen. Es gab Mannschaften, die unsere Arena moralisch und Seelisch gestärkt wieder verlassen haben. Das nennt man dann wohl Aufbauarbeit. Hier kann man nur hoffen, dass RR die Fallbeispiele benennt und das mannschaftlich verstanden ist.
 
Wenn wir die Länderspielpause dafür genutzt haben, dass die Standards auch als Waffen durchgehen,  sehe ich das ganze eher Positiv. Ein schnelles Spiel über die Flanken, ein Tor in den ersten Minuten und Paderborn hat schweiß nasse Hände. Das Sandhausensyndrom hängt tief und schwer in den Seelen der Westfallen. Machst Du die Bude nicht, kommt der Gegner ins Spiel und es wird wie zuletzt eng. Hier können brauchbare Standards durchaus einen Rettungsschirm bilden. 
 
Holt euch Karten für Freitag Freunde. So schnell werdet Ihr Paderborn nicht mehr in Leipzig sehen. Wir werden die Westfallen nach 90 Minuten hübsch verpackt zurück schicken, das Ziel ist erkannt. Dabei wäre es nicht schlecht, wenn der Mannschaftsbus von Paderborn auf`m Rückweg kurz in Dortmund hält um uns für das nächste Jahr rechtzeitig anzukündigen. 
 
und immer schön sportlich bleiben Jungs!
 
Michel Ziebell

Sonntag, 6. September 2015

Erstellt von: Ajdamnin